Lamprologus ornatipinnis

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  • Der wissenschaftliche Name bezieht sich auf die schmückenden Flecken und Linien, die sich auf Dorsale, Anale und Caudale befinden.

    [lexicon]Lamprologus[/lexicon] ornatipinnis [lexicon]POLl[/lexicon], 1949



    Name: Der wissenschaftliche Name bezieht sich auf die schmückenden Flecken und Linien, die sich auf [lexicon]Dorsale[/lexicon], [lexicon]Anale[/lexicon] und [lexicon]Caudale[/lexicon] befinden.


    Typusfundort: Der Typusfundort liegt bei M'toto, im [lexicon]Kongo[/lexicon], an der Südwestküste des Tanganjikasees.


    Kennzeichen: Gestalt gestreckt, wenig hochrückig, seitlich abgeflacht. Endständiges, isognathes Maul. Großes rundes Auge, über Kopfprofil ragend. [lexicon]Caudale[/lexicon] spateiförmig, [lexicon]Ventralen[/lexicon] fächerförmig. Körperfärbung beigebraun, stimmungs bedingt mit dunklen, ungleichmäßig auftretenden Flecken.


    Gesamtlänge: 7 cm. Die Tiere werden im Aquarium größer. Die Weibchen bleiben kleiner als die Männchen und wirken dadurch kompakter.


    Verbreitung: Die Art wurde seeweit nach gewiesen. Belegte Fundorte sind: [lexicon]Katibili[/lexicon], Burton-Bay, [lexicon]Tembwe[/lexicon], [lexicon]Kala[/lexicon], [lexicon]Bujumbura[/lexicon], Baraka, [lexicon]Kalemie[/lexicon], [lexicon]Kasaba[/lexicon]-Bay und südlich von [lexicon]Kigoma[/lexicon].


    Lebensraum: In den Übergangszonenzum Sandlitoral vorkommend. In diesen Biotopen befinden sich neben einem schlammigen Bodengrund, oft Friedhöfe leerer Gehäuseder Neothauma-Schnecke. Diese Molluskenschalen benötigen die Tiere als Wohn- und Bruthöhlen. Das vertikale Verbreitungsgebiet erstreckt sich von 5 Metern bis hinab auf 120 Meter Wassertiefe.


    Ernährung: Die Art ernährt sich von Copepoden (Ruderfußkrebsen). Es ist denkbar, dass auch Insektenlarven und [lexicon]Plankton[/lexicon] gefressen wird. Wahrscheinlich wird die Nahrung aber nicht nur aus dem freien Wasser aufgenommen, sondern auch vom Boden oder den obersten Schlamm- und Sandschichten. Dabei gelangen dann Sandpartikel und Sedimente in den Magen-Darmtrakt.


    Verhalten und Fortpflanzung: Dominante Tiere besetzen ein oder auch mehrere Schneckengehäuse. Ablaichbereite Weibchen werden in den Revieren der Männchen geduldet und beanspruchen eine eigene Molluskenschale. Kommt es zur Fortpflanzung, so legt das Weibchen das Gelege ins innere der Bruthöhle. dass Männchen gibt die Spermien am Schneckeneingang ab. Die [lexicon]Brutpflege[/lexicon] (befächeln, absammeln nicht befruchteter Eierusw.) übernimmt das weibliche Tier, das Männchen verteidigt das Brutrevier. Ein Gelege, welches nach etwa 72 Stunden schlüpft, kann 10, aber auch über 50 jungtiere erbringen. Diese erscheinen nach ca. 8 -9 Tagenam Schneckenausgang. Oft wird noch während der Aufzucht der jungfische wieder abgelaicht, so dass zwei Bruten gleichzeitig groß gezogen werden. Kommt es zu weiteren Bruten, werden die eigenen jungen vertrieben oder auch gefressen. Die Aufzucht ist recht einfach, da die Kleinen schon frischgeschlüpfte [lexicon]Artemia[/lexicon]-Nauplien fressen.


    Aquaristische Hinweise: Es sollte sandiger Bodengrund gewählt werden, auf diesem sind zahlreich leere Schneckengehäuse zu plazieren (Größe einer Weinbergschnecke). Die Gehäuse werden von den Tieren in den Sand eingebettet, teils werden die Öffnungen freigehalten, teils aber auch mit Sand zugeschüttet. ist das Aquarium groß genug, ab 250 Liter, können mehrere L.ornatipinnis eingebracht werden. Vergesellschaftung mit [lexicon]Cyprichromis[/lexicon], [lexicon]Paracyprichromis[/lexicon], Ectodus, Microdontochromis, Xenotilapia und anderen klein bleibenden [lexicon]Neolamprologus[/lexicon].


    Geografische Variation: An verschiedenen Küstenabschnitten vorkommend, dennoch sind keine auffallenden Farbunterschiede feststellbar.

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