Lepidiolamprologus kendalli

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  • Die Art wurde nach DR.R. KENDALL benannt, der diesen Cichliden 1972, mit Kiemennetzen aus 40 Meter Tiefe emporgeholt hatte. DR. KENDALL leitete eine Forschungsstation vor Mpulungu.

    Anmerkungen: 1978 beschrieb STAECK [lexicon]Lepidiolamprologus[/lexicon] nkambae. Der Fundort dieser Art liegt am südwestlichen Seeufer in der zu [lexicon]Sambia[/lexicon] gehörenden [lexicon]Nkamba[/lexicon]-Bay. Mittlerweile hat man diesen Räuber auch weiter südöstlich nachgewiesen, also im Vorkommensgebiet von L.kendalli. Da es unwahrscheinlich ist, dass beide Arten [lexicon]sympatrisch[/lexicon] vorkommen, gehen viele Autoren davon aus, dass L.nkambae ein [lexicon]Synonym[/lexicon] von L. kendalli ist.


    Deswegen Beschreibung zu L. kendalli


    [lexicon]Lepidiolamprologus[/lexicon] kendalli ([lexicon]POLL[/lexicon] & STEwART,1977)



    Name: Die Art wurde nach DR.R. KENDALL benannt, der diesen Cichliden 1972, mit Kiemennetzen aus 40 Meter Tiefe emporgeholt hatte. DR. KENDALL leitete eine Forschungsstation vor [lexicon]Mpulungu[/lexicon].


    Typusfundort: Der Typusfundort liegt im Südteil des Tanganjikasees, nahe [lexicon]Mpulungu[/lexicon], an der [lexicon]Mutondwe[/lexicon] Insel.


    Kennzeichen: Die Körpergestalt ist extrem langgestreckt. Die unpaaren Flossen und die [lexicon]Ventralen[/lexicon] enden spitz. Die [lexicon]Caudale[/lexicon] ist leicht nach innen gebogen.


    Gesamtlänge: Bis 16 Zentimeter groß werdende Art, wobei die Weibchen etwas kleiner bleiben.


    Verbreitung: [lexicon]Lepidiolamprologus[/lexicon] kendalli wurde bislang nur in einem sehr eng begrenzten Verbreitungsgebiet angetroffen. So sind Fundorte nur im Südteil des Sees belegt. Da die Art aber in größeren Tiefen vorkommt und zudem sehr felsgebunden lebt, kann es durchaus sein, dass weitere Vorkommen in Zukunft entdeckt werden.


    Lebensraum: Bevorzugter Biotop ist das Felslitoral mit seinen Steilwänden und großen runden oder quaderförmigen Felsen. Hier können die Tiere ab drei Meter Wassertiefe angetroffen werden, wenn gleich dieses wirklich die oberste vertikale Verbreitung darstellt. Gewöhnlich sind die Tiere in Tiefen unterhalb von 5 bis 10 Metern anzutreffen und halten stets engen Kontakt zum Fels und den Höhlen.


    Ernährung: Die Cichliden mit dem tiefgespaltenen und gut bezahnten Maul sind eindeutig Fleischfresser. Die Art wird sich von kleinen Fischen, Krebstieren und Insektenlarven ernähren.


    Verhalten und Fortpflanzung: Abgelaicht wird an versteckter Stelle. Oft sind die bevorzugten Laichplätze schmale Felsspalten oder untergrabene Steine. [lexicon]Lepidiolamprologus[/lexicon] kendalli produziert mehr als einhundertfünfzig Eier pro Gelege, die hauptsächlich vom Weibchen betreut werden. Das Männchen übernimmt die Revierverteidigung.


    Geografische Variation: Verschiedene Farbrassen sind bekannt. Die Typusart zeigt auf den Körperseiten eine dunkelbraune Färbung mit 3 unregelmäßig verlaufenden, silbrigweißen Längslinien. Diese bestehen aus kleinen, teilweise verschmelzenden Punkten. Der Kopf ist ungleichmäßig dunkelbraun und hellbraun gefleckt. [lexicon]Dorsale[/lexicon], [lexicon]Anale[/lexicon], [lexicon]Ventralen[/lexicon] und [lexicon]Caudale[/lexicon] sind dunkelbraun gefärbt und von weißen, kleinen Punkten, in der [lexicon]Dorsale[/lexicon] auch zusammenschmelzenden Strich mustern, überlagert.
    Hier von abweichend die Farbrasse von [lexicon]Kalambo[/lexicon]: Die weißen Körperflecken auf braunem Grund sind größer und zudem vertikal angeordnet, nicht direkt aneinander gereiht. Dadurch ergeben sich wiederum dunkle Fleckmuster. Der Kopf ist klarer gezeichnet, dunkelbraun mit scharf begrenzten weißen, teils runden Flecken.
    Farbrasse von den [lexicon]Malasa-Inseln[/lexicon] ([lexicon]Tansania[/lexicon]): Fastschwarzbraune Körpergrundfarbe mit drei weißen, unregelmäßig verlaufenden, teils unterbrochenen Längslinien. Kopf relativ große, weißgraue Flecken. Kehl- und Bauchpartie sehr hell.
    Am Cape [lexicon]Chaitika[/lexicon] und dem Cape [lexicon]Kachese[/lexicon] ist die Körperfärbung der Tiere dunkelbraun mit 4-5 im Zickzack verlaufenden, silbrigweißen Längslinien. Diese bestehen aus kleinen, teilweise in sich verschmelzenden Punkten. Der Kopf ist netzartig dunkelbraun und weißsilbern gefleckt, teilweise mit wurmähnlichen Zeichnungen versehen.

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