Neolamprologus cylindricus

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  • Die Autoren übernahmen einen Arbeitsnamen, der sich Anfang der achtziger durchgesetzt hatte. Der zylindrische Körperquerschnitt ist bei dieser Art offensichtlich und somit ist der Artname sehr zutreffend.

    [lexicon]Neolamprologus[/lexicon] cylindricus SEEGERS & STAECK, 1986




    Name: Die Autoren übernahmen einen Arbeitsnamen, der sich Anfang der achtziger durchgesetzt hatte. Der zylindrische Körperquerschnitt ist bei dieser Art offensichtlich und somit ist der Artname sehr zutreffend.


    Typusfundort: Der Typusfundort liegt südlich der Mündung des [lexicon]Kalambo[/lexicon], auf sambischem Staatsgebiet.


    Kennzeichen: Gestaltrelativ langgestreckt, dadurch nur mäßig hochrückig, zylindrischer Körperquerschnitt. Spitzer Kopf, endständiges, tiefgespaltenes Maul. [lexicon]Dorsale[/lexicon], [lexicon]Anale[/lexicon] und [lexicon]Ventralen[/lexicon] enden spitz, nicht verlängert, [lexicon]Caudale[/lexicon] rund. Körperfärbung braunbeige. Acht vertikale, scharf begrenzte, dunkelbraune Körperbänder erstrecken sich vom basalen Teil der [lexicon]Dorsale[/lexicon], bis in die Bauchregion, bzw. dem Ansatz der [lexicon]Anale[/lexicon] und der Unterseite des Schwanzstiels.


    Gesamtlänge: 11 Zentimeter, Weibchen etwas kleiner.


    Verbreitung: Die Art wurde auch nördlich des [lexicon]Kalambo[/lexicon], in [lexicon]Tansania[/lexicon] nachgewiesen.


    Lebensraum: [lexicon]Neolamprologus[/lexicon] cylindricus kommt im oberen Felslitoral vor. Die teils quaderförmigen oder rundgeschliffenen Felsensind oft von Sand umgeben. Bereits ab zwei Metern Wassertiefe können die Tiere angetroffen werden, dabei stehen sie knapp über dem steinigen Substrat und verschwinden bei geringster Störung zwischen den Felsen.


    Ernährung: Die Art ernährt sich, wie viele der kleinen Räuber aus der Gattung [lexicon]Neolamprologus[/lexicon], von Krebstierehen, Insektenlarvenund anderer fleischlicher Kost.


    Verhalten und Fortpflanzung: Starke innerartliehe Aggression. In der Natur gewöhnlich paarweise oder einzeln anzutreffen. Die Art gehört zu den paarbildenden, monogamen Höhlenbrütern. In großen Aquarien konnte auch eine Neigung zur Polygamiefestgestellt werden, Abgelaicht wird auf einem Substrat, in der Regel ist dies ein Stein oder Fels. Im Aquarium kann dieses auch ein umgestülpter Blumentopf oder ein großes leeres Meeresschneckengehäuse sein. Das Weibchen legt einen Teil des Geleges an geschützter Stelle ab und das Männchen folgt in der Regel sofort um die Eier zu befruchten. Die Ablaichphasen werden mehrfach wiederholt. [lexicon]Neolamprologus[/lexicon] cylindricus produziert mehr als einhundert Eier pro Gelege, die vom Weibchen betreut werden. Das Männchen übernimmt meist die Revierverteidigung, es kann aber, zumindest im Aquarium, auch mit einem anderen Weibchen erneut [lexicon]ablaichen[/lexicon]. Die Larven sprengen bei einer Wassertemperatur von 26 "C nach etwa 2,5 bis 3 Tagen die Eihüllen, nach weiteren 5 bis 6 Tagenschwimmen die Jungfische frei. Die Nachkommen, die einen engen Kontakt zur Höhle und dem felsigen Substrat halten, können bereits frischgeschlüpfte [lexicon]Artemia[/lexicon]-Nauplien fressen. Semiadulte Tiere werden nicht im elterlichen Revier geduldet; nach erneuter Fortpflanzung können die Jungen sogar weggebissen oder gefressen werden.


    Aquaristische Hinweise: Das Aquarium muss Versteckplätze in Form von Höhlen und Felsspaltenaufweisen. Als Bodengrund ist mittelgrober Flusssand zu wählen. Pflanzen werden nicht beschädigt. Bei paarweiser Pflege sollte das Aquarium wenigstens eine Grundfläche von einem halben Quadratmeter besitzen. Die Art kann gut mit anderen [lexicon]Tanganjikasee[/lexicon]-Cichliden vergesellschaftet werden. Diese sollten ebenfalls Kleinbrockenfresser sein. Reine [lexicon]Aufwuchsfresser[/lexicon] eignen sich weniger als Beckenmitinsassen. Ideal sind z. B. [lexicon]Cyphotilapia frontosa[/lexicon] oder Cichliden aus der Gattung Xenotilapia, [lexicon]Cyprichromis[/lexicon] und [lexicon]Paracyprichromis[/lexicon].


    Geografische Variation: Nicht bekannt.


    Anmerkungen: Aquaristisch, Anfang der achtziger Jahre sehr begehrte Art, um die es in letzter Zeit etwas ruhiger geworden ist. Farblich eine der kontrastreichsten [lexicon]Neolamprologus[/lexicon]-Arten, die auch unter der Handelsbezeichnung [lexicon]Lamprologus[/lexicon] spec. "adriani" exportiert wurde. Dieser Name, der nur noch statistischen Wert hat, galt ADRIAN CARR, der eine Fangstation in [lexicon]Sambia[/lexicon] leitete.

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