Neolamprologus falcicula

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  • Der Artname nimmt Bezug auf die sichelförmige Schwanzflosse. Dieser liegt bei Magara, an der burundischen Küste des Tanganjikasees.

    [lexicon]Neolamprologus[/lexicon] falcicula (BRlCHARD, 1989)



    Name: Der Artname nimmt Bezug auf die sichelförmige Schwanzflosse.


    Typusfundort: Dieser liegt bei [lexicon]Magara[/lexicon], an der burundischen Küste des Tanganjikasees.


    Kennzeichen: Gestalt lang gestreckt, seit­lich abgeflacht, Bauchlinie flach. Spitzer Kopf, endständiges, tiefgespaltenes Maul. [lexicon]Dorsale[/lexicon], [lexicon]Anale[/lexicon] und Ventralenenden spitz leicht verlängert. [lexicon]Caudale[/lexicon] deutlich einge­buchtet, obere und untere Strahlen aus­ gezogen. Körperfärbung mitte braun, zum Schwanzstiel dunkler. Einzelne Schuppen hell und dunkel im Kontrast stehend, da­ durch Netzmuster. Augenring irisierend blau, Unteraugenstrich bläulich. Kein Kiemendeckelfleck vorhanden. Flossen bräunlich, [lexicon]Dorsale[/lexicon] und [lexicon]Anale[/lexicon] im Weich­ strahlteil, wie [lexicon]Caudale[/lexicon] etwas dunkler, mit vielen kleinen hellbeigen und dunkelbrau­ nen Pünktchen, in [lexicon]Dorsale[/lexicon] auch in feinen Strichen übergehend. [lexicon]Ventralen[/lexicon] im vorde­ren Bereich weißblau gesäumt. Jungtiere zum Teil mit gelber [lexicon]Caudale[/lexicon].


    Gesamtlänge: 8 Zentimeter, Weibchen kleiner bleibend.


    Verbreitung: Die Art wurde auch an der tansanischen Küste nachgewiesen, so sind Fundorte vom Cape [lexicon]Kabogo[/lexicon] und Cape [lexicon]Mpimbwe[/lexicon] bekannt.


    Lebensraum: Das Felslitoral, mit seinen eingelagerten Sandinseln ist bevorzugter Biotop dieser Art. Die Tiere werden un­terhalb von 10 Metern Wassertiefe, einzeln oder paarweise angetroffen, dabei stehen sie knapp über dem steinigen Substrat und verschwinden bei geringster Störung zwi­schen den Felsen.


    Ernährung: Die Art ernährt sich vermut­lich von kleinen Krebstierchen, Insekten­larven und [lexicon]Plankton[/lexicon].


    Verhalten und Fortpflanzung: Außerordent­lich starke innerartliche Aggression. In der Natur gewöhnlich paarweise oder einzeln anzutreffen. Zucht nicht immer leicht, da in der Partnerwahl sehr wählerisch. Auch diese Art sollte nicht mit Arten des Neolam­prologus brichardi-pulcher-Komplexes ver­gesellschaftet werden, da im Aussehen und Verhalten gewisse Parallelen vorhan­den sind. Die Art gehört zu den paarbil­denden, monogamen Höhlenbrütern. Ab­ gelaicht wird auf einem Substrat, in der Regel ist dies ein Stein oder Fels. Die Eier werden an versteckter Stelle angeheftet, oft wird dazu ein Stein vom Sand befreit, so dass die Tiere an der Basis des Substrats [lexicon]ablaichen[/lexicon]. Die Nachkommenschaft ist nur gering, so sind Bruten von nur zwei oder drei Jungtieren keine Seltenheit.


    Aquaristische Hinweise: Das Aquarium sollte Versteckplätze in Form von Höhlen und Felsspalten aufweisen, und eine frei­ wasserzone haben. Als Bodengrund ist mit­telgrober Flusssand zu wählen. Pflanzen werden niemals beschädigt und können von unterdrückten Tieren als Versteckplätze benutzt werden. Das Aquarium sollte we­nigstens eine Grundfläche von einem hal­ben Quadratmeter besitzen.


    Geografische Variation: [lexicon]Neolamprologus[/lexicon] falcicula "cygnus" Diese Farbrasse stammt vom Cape Mpim bwe. Jungtiere zeigen teilweise orange­ gelbe, unpaarige Flossen und eine ähnlich gefärbte Kopfregion. [lexicon]Neolamprologus[/lexicon] falcicula "walteri" stammt von [lexicon]Kigoma[/lexicon] und dem Cape [lexicon]Kabogo[/lexicon]. Das Netzmuster auf dem Körper tritt noch deutlicher hervor und speziell die [lexicon]Dorsale[/lexicon] hat ein feines Muster weißgrauer und dunkelbrauner Schräglinien mit einem schwarzen und weißen Saum. [lexicon]Caudale[/lexicon] obe­r Strahl weiß, darüber schwarz gesäumt.


    Anmerkungen: [lexicon]Neolamprologus[/lexicon] falcicula, die Art lebt mit [lexicon]Neolamprologus[/lexicon] brichardi sympalrisch, lässt sich eindeutig von Neo­[lexicon]lamprologus[/lexicon] brichardi und seinen näch­sten Verwandten abgrenzen. Die Tatsache, dass die Art nicht in großen Gruppen an­getroffen wird und in der Regel auch nur jeweils eine Brut großzieht lässt sie ver­wandtschaftlich näher zu [lexicon]Neolamprologus[/lexicon] savoryi rücken.

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