Lamprologus ocellatus

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  • Name: Der wissenschaftliche Name bezieht sich auf den Kiemendeckelfleck, dieser erinnert ein wenig an einen "Augenfleck".

    Lamprologus ocellatus (STEINDACHNER, 1909)


    Name: Der wissenschaftliche Name bezieht sich auf den Kiemendeckelfleck, dieser erinnert ein wenig an einen "Augenfleck".


    Typusfundort: In der Arbeit von STEINDACHNER nicht erwähnt. POLL (1956) gibt Rumonge, in Burundi, als Fundort an.


    Kennzeichen: Weibchen im Weichstrahlbereich der Dorsale weißen Saum und kleiner als Männchen, sonst keine Geschlechtsunterschiede. Gestalt gestreckt, wenig hochrückig, seitlich abgeflacht. Leicht oberständiges Maul. Großes rundes Auge, im oberen Bereich deutlich über Kopfprofil ragend. Caudale spateiförmig, Ventralen fächerförmig. Körperfärbung beigebraun, zum Bauch hin aufhellend, mit blauirisierenden Glanzzonen.


    Gesamtlänge: Männchen werden etwa 5cm groß, die Weibchen bleiben etwas kleiner.


    Verbreitung: Die Art wurde an vielen Steilen des Tanganjikasees nachgewiesen, so dass von einer seeweiten Verbreitung ausgegangen werden kann.


    Lebensraum: In den Übergangszonen vorkommend. Diese Gebiete haben sowohl Felsbruch, Steine und Sandflächen zu bieten. Vereinzelte leere Gehäuse der Neothauma-Schnecke bilden eine Grundvoraussetzung in den bevorzugten Habitaten von Lamprologus ocellatus. Die Molluskenschalen benötigen die Tiere als Wohn- und Bruthöhlen. Das oberste Verbreitungsgebiet liegt bei etwa 5 Metern Wassertiefe.


    Ernährung: Die Art ernährt sich in der Natur von kleinen Krebstierchen. Sicherlich werden aber auch Insektenlarven oder Plankton nicht verschmäht.


    Verhalten und Fortpflanzung: Dominante Tiere besetzen ein oder auch mehrere Schneckengehäuse. Ablaichbereite Weibchen werden in den Revieren der Männchen geduldet und beanspruchen eine eigene gene Molluskenschale. Kommt es zur Fortpflanzung, so legt das Weibchen das Gelege ins Innere der Bruthöhle, dass Männchen gibt die Spermien am Schneckeneingang ab. Die Brutpflege (befächeln, absammeln nicht befruchteter Eier usw.)übernimmt das weibliche Tier,das Männchen verteidigt das Brutrevier. Ein Gelege, welches nach etwa 72 Stunden schlüpft, kann 10, aber auch über 50 Jungtiere erbringen. Diese erscheinen nach ca. 8 -9 Tagen am Schneckenausgang. Oft wird noch während der Aufzucht der Jungfische wieder abgelaicht, so dass zwei Bruten gleichzeitig groß gezogen werden. Kommt es zu weiteren Bruten, werden die eigenen Jungen vertrieben oder auch gefressen. Die Aufzucht ist recht einfach, da die Kleinen schon frischgeschlüpfte Artemia-Nauplien fressen.


    Aquaristische Hinweise: Es sollte sandiger Bodengrund gewählt werden, auf diesem sind zahlreiche leere Schneckengehäuse zuplatzieren (Größe einer Weinbergschnecke). Die Gehäuse werden von den Tieren in den Sand eingebettet, teils werden die Öffnungen freigehalten, teils aber auch mit Sand zugeschüttet. Ist das Aquarium groß genug, ab 250 Liter, können mehrere L.ornatipinnis eingebracht werden. Vergesellschaftung mit Cyprichromis, Paracyprichromis, Ectodus, Microdontochromis, Xenotilapia und anderen kleinbleibenden Neolamprologus.


    Geografische Variation: In der Isanga-Bay kommt der "Gelbe Ocellatus" vor. Die Tiere besitzen gelb gefärbte Flossenund eine gelblichere Körperfärbung
    Anmerkungen: So klein diese Schneckenbuntbarsche auch sind, es verwundert immer wieder, wie mutig sie ihr Revier verteidigen. Sie schrecken selbst vor dem Handrücken eines Menschen nicht zurück und beißen kurz zu.

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