Neolamprologus hecqui

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hier geht es um deren Haltung, Zucht und Pflege.
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  • Name: Die Art wurde CAPT. HECQ gewid­met, der noch vor J. E. S. MOORE in der Umgebung von Albertville (Kalemie) Fische sammelte. BOULENGER bemerkt: "Auch Mr. MOORE fischte nicht weit von Albertville entfernt und es ist überraschend, wie vie­le Fische er entdeckte, die CAPT. HECQ in seiner Sammlung nicht repräsentierte".

    Typusfundort: Der Typusfundort liegt an der Westküste des Tanganjikasees, bei Kalemie, Kongo.

    [lexicon]Neolamprologus[/lexicon] hecqui ([lexicon]BOULENGER[/lexicon], 1899)



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    Name: Die Art wurde CAPT. HECQ gewid­met, der noch vor J. E. S. MOORE in der Umgebung von Albertville ([lexicon]Kalemie[/lexicon]) Fische sammelte. [lexicon]BOULENGER[/lexicon] bemerkt: "Auch Mr. MOORE fischte nicht weit von Albertville entfernt und es ist überraschend, wie vie­le Fische er entdeckte, die CAPT. HECQ in seiner Sammlung nicht repräsentierte".

    Typusfundort: Der Typusfundort liegt an der Westküste des Tanganjikasees, bei [lexicon]Kalemie[/lexicon], [lexicon]Kongo[/lexicon].

    Kennzeichen: Gestalt gestreckt, mäßig hochrückig, seitlich abgeflacht. Kleiner spitzer Kopf, leicht oberständiges Maul. Große runde Augen, ragen über Kopfprofil. [lexicon]Dorsale[/lexicon] und [lexicon]Anale[/lexicon] enden rund, [lexicon]Ventralen[/lexicon] mäßig spitz. [lexicon]Caudale[/lexicon] leicht nach außen ge­rundet. Körperfärbung beigebraun. 6-7 dunkelgraue Körperflecken, mit vertikaler Ausdehnung und stimmungsbedingt variierend. Schwanzwurzel mit kleinem schwar­zen Fleck. [lexicon]Dorsale[/lexicon] und [lexicon]Anale[/lexicon] gelblich mit dunklem Saum. Tiere aus [lexicon]Sambia[/lexicon] zeigen an der Basis der [lexicon]Dorsale[/lexicon], zwischen dem 13. und 17. Hartstrahl einen schwarzen Fleck, der beim Weibchen silberweiß gerandet ist. [lexicon]Ventralen[/lexicon] gelbgrau mit weiß­blauem ersten und zweiten Strahl. Augen­ring oben kupferbraun, unten dunkel.

    Gesamtlänge: 8 Zentimeter, Weibchen deutlich kleiner.

    Verbreitung: Die Art ist in den nördlichen Seeregionen nicht nachgewiesen worden; sonst seeweite Verbreitung.

    Lebensraum: Sandige Übergangszonen und flache Buchten sind bevorzugte Ufer­ abschnitte. Hier halten sich die Tiere ab 5 Meter Wassertiefe oberstes Verbreitungs­ gebiet, meist erheblich tiefer lebend auf. Bemerkenswert an diesen Habitaten ist das Vorhandensein von Ansammlungen leerer Neothauma-Schneckengehäusen. Für Ne­olamprologus hecqui sind diese Gehäuse sehr wichtig. Die Molluskenschalen wer­ den von den Tieren in den Sand einge­ graben und vom Weibchen als Brut- und Fluchthöhle benutzt.

    Ernährung: Die Art ernährt sich von klei­nen Krebstierchen und Insektenlarven so­ wie anderer fleischlicher Kost. Indiz dafür sind die kleinen Fang- und Hundszähne auf Ober- und Unterkiefer. Sicherlich wird die Nahrung nicht nur aus dem freien Wasser aufgenommen, sondern auch vom Boden oder den obersten Sandschichten.

    Verhalten und Fortpflanzung: Die Art be­nötigt zum Wohlbefinden leere Schnkeckengehäuser und einen Bodengrund aus Sand. Keine Führung der Elterntiere. Brü­tet in der Natur in Gehäusen der Neo­thauma-Schnecke. Gräbt hierzu in den Sand kleine Vertiefungen, mit etwa 30 Zen­timetern Durchmesser. Eingebettet sind ein oder mehrere Molluskengehäuse. Diese bewohnt das Weibchen, adulte Männchen sind in der Regel zu groß um in die Ge­häuse zu gelangen. Während sich das Weibchen bei Gefahr ins Innere des Ge­häuses zurückzieht, flieht das Männchen. Im Aquarium wird die Grabetätigkeit nicht immer gezeigt. Das Gelege wird an die Innenwandung geheftet. Das Männchen befruchtet die Eier, in dem es sich vor dem Höhlenein­ gang auf die Seite legt. Durch fächelnde Bewegung des Weibchens, gelangt der Samen an die etwa 50 Eier. Weibchen betreut Brut, Männchen verteidigt Revier, Mann-Mutter-Familie. Nach etwa drei Ta­gen Schlupf, Freischwimmen nach ca. neun Tagen. Bindung an Höhle, bei Gefahr und Nachts kehren die Jungen zurück.

    Aquaristische Hinweise: Das Aquarium sollte Versteckplätze in Form von Höhlen und leeren Schneckengehäusen aufweisen. Ideal sind Neothauma-Schalen, als Ersatz werden aber auch größere Weinberg­schneckengehäuse angenommen. Neben diesen leeren Schneckengehäusen können auch Gehäuse von Meeresmollusken Un­terschlupf bieten. Als Bodengrund ist mittelgrober Flusssand zu wählen. Pflan­zen werden niemals beschädigt und kön­nen von unterdrückten Tieren als Versteck­ plätze genutzt werden. Wenn das Aquari­um weniger als einen halben Quadratme­ter Grundfläche besitzt, ist eine paarweise Pflege möglich.

    Geografische Variation: Nur geringe farb­liche Unterschiede an den einzelnen Stand­ orten. Die Jungtiere aus [lexicon]Sambia[/lexicon] besitzen gelbliche Flossen.

    Anmerkungen: Von STIASSNY (1997) in die Gattung [lexicon]Lepidiolamprologus[/lexicon] überführt. [lexicon]Neolamprologus[/lexicon] hecqui wird immer wie­ der mit [lexicon]Neolamprologus[/lexicon] meeli verwechselt. In der Tat sind die bei den Arten nur schwie­rig zu unterscheiden. So befinden sich die metrischen und meristischen Werte meist innerhalb der Toleranzgrenzen. Gravieren­ de Unterschiede sind im Zwischenau­genbereich zu finden und die Schuppen­ anzahl auf der Longitudinallinie differiert ebenfalls. So ist der Raum zwischen den Augen bei [lexicon]Neolamprologus[/lexicon] hecqui etwas breiter. Entscheidend und relativ einfach festzustellen, ist die Schuppenanzahl auf der Längslinie. 42-46 Schuppen wurden von [lexicon]POLL[/lexicon] und seinen Mitarbeitern an immerhin 36 Exemplaren bei [lexicon]Neolamprologus[/lexicon] meeli festgestellt. 45-57 Schuppen sind es bei [lexicon]Neolamprologus[/lexicon] hecqui.s="img-responsive" height="267" src="https://cichlidenschmidt.de/cms/media/CS-Galerie/Tanganjika/[lexicon]Neolamprologus[/lexicon]%20hecqui/IMG_3465_(Kopie).JPG" width="400" />

    Name: Die Art wurde CAPT. HECQ gewid­met, der noch vor J. E. S. MOORE in der Umgebung von Albertville ([lexicon]Kalemie[/lexicon]) Fische sammelte. [lexicon]BOULENGER[/lexicon] bemerkt: "Auch Mr. MOORE fischte nicht weit von Albertville entfernt und es ist überraschend, wie vie­le Fische er entdeckte, die CAPT. HECQ in seiner Sammlung nicht repräsentierte".



    Typusfundort: Der Typusfundort liegt an der Westküste des Tanganjikasees, bei [lexicon]Kalemie[/lexicon], [lexicon]Kongo[/lexicon].



    Kennzeichen: Gestalt gestreckt, mäßig hochrückig, seitlich abgeflacht. Kleiner spitzer Kopf, leicht oberständiges Maul. Große runde Augen, ragen über Kopfprofil. [lexicon]Dorsale[/lexicon] und [lexicon]Anale[/lexicon] enden rund, [lexicon]Ventralen[/lexicon] mäßig spitz. [lexicon]Caudale[/lexicon] leicht nach außen ge­rundet. Körperfärbung beigebraun. 6-7 dunkelgraue Körperflecken, mit vertikaler Ausdehnung und stimmungsbedingt variierend. Schwanzwurzel mit kleinem schwar­zen Fleck. [lexicon]Dorsale[/lexicon] und [lexicon]Anale[/lexicon] gelblich mit dunklem Saum. Tiere aus [lexicon]Sambia[/lexicon] zeigen an der Basis der [lexicon]Dorsale[/lexicon], zwischen dem 13. und 17. Hartstrahl einen schwarzen Fleck, der beim Weibchen silberweiß gerandet ist. [lexicon]Ventralen[/lexicon] gelbgrau mit weiß­blauem ersten und zweiten Strahl. Augen­ring oben kupferbraun, unten dunkel.



    Gesamtlänge: 8 Zentimeter, Weibchen deutlich kleiner.



    Verbreitung: Die Art ist in den nördlichen Seeregionen nicht nachgewiesen worden; sonst seeweite Verbreitung.



    Lebensraum: Sandige Übergangszonen und flache Buchten sind bevorzugte Ufer­ abschnitte. Hier halten sich die Tiere ab 5 Meter Wassertiefe oberstes Verbreitungs­ gebiet, meist erheblich tiefer lebend auf. Bemerkenswert an diesen Habitaten ist das Vorhandensein von Ansammlungen leerer Neothauma-Schneckengehäusen. Für Ne­olamprologus hecqui sind diese Gehäuse sehr wichtig. Die Molluskenschalen wer­ den von den Tieren in den Sand einge­ graben und vom Weibchen als Brut- und Fluchthöhle benutzt.



    Ernährung: Die Art ernährt sich von klei­nen Krebstierchen und Insektenlarven so­ wie anderer fleischlicher Kost. Indiz dafür sind die kleinen Fang- und Hundszähne auf Ober- und Unterkiefer. Sicherlich wird die Nahrung nicht nur aus dem freien Wasser aufgenommen, sondern auch vom Boden oder den obersten Sandschichten.



    Verhalten und Fortpflanzung: Die Art be­nötigt zum Wohlbefinden leere Schnkeckengehäuser und einen Bodengrund aus Sand. Keine Führung der Elterntiere. Brü­tet in der Natur in Gehäusen der Neo­thauma-Schnecke. Gräbt hierzu in den Sand kleine Vertiefungen, mit etwa 30 Zen­timetern Durchmesser. Eingebettet sind ein oder mehrere Molluskengehäuse. Diese bewohnt das Weibchen, adulte Männchen sind in der Regel zu groß um in die Ge­häuse zu gelangen. Während sich das Weibchen bei Gefahr ins Innere des Ge­häuses zurückzieht, flieht das Männchen. Im Aquarium wird die Grabetätigkeit nicht immer gezeigt. Das Gelege wird an die Innenwandung geheftet. Das Männchen befruchtet die Eier, in dem es sich vor dem Höhlenein­ gang auf die Seite legt. Durch fächelnde Bewegung des Weibchens, gelangt der Samen an die etwa 50 Eier. Weibchen betreut Brut, Männchen verteidigt Revier, Mann-Mutter-Familie. Nach etwa drei Ta­gen Schlupf, Freischwimmen nach ca. neun Tagen. Bindung an Höhle, bei Gefahr und Nachts kehren die Jungen zurück.



    Aquaristische Hinweise: Das Aquarium sollte Versteckplätze in Form von Höhlen und leeren Schneckengehäusen aufweisen. Ideal sind Neothauma-Schalen, als Ersatz werden aber auch größere Weinberg­schneckengehäuse angenommen. Neben diesen leeren Schneckengehäusen können auch Gehäuse von Meeresmollusken Un­terschlupf bieten. Als Bodengrund ist mittelgrober Flusssand zu wählen. Pflan­zen werden niemals beschädigt und kön­nen von unterdrückten Tieren als Versteck­ plätze genutzt werden. Wenn das Aquari­um weniger als einen halben Quadratme­ter Grundfläche besitzt, ist eine paarweise Pflege möglich.



    Geografische Variation: Nur geringe farb­liche Unterschiede an den einzelnen Stand­ orten. Die Jungtiere aus [lexicon]Sambia[/lexicon] besitzen gelbliche Flossen.



    Anmerkungen: Von STIASSNY (1997) in die Gattung [lexicon]Lepidiolamprologus[/lexicon] überführt. [lexicon]Neolamprologus[/lexicon] hecqui wird immer wie­ der mit [lexicon]Neolamprologus[/lexicon] meeli verwechselt. In der Tat sind die bei den Arten nur schwie­rig zu unterscheiden. So befinden sich die metrischen und meristischen Werte meist innerhalb der Toleranzgrenzen. Gravieren­ de Unterschiede sind im Zwischenau­genbereich zu finden und die Schuppen­ anzahl auf der Longitudinallinie differiert ebenfalls. So ist der Raum zwischen den Augen bei [lexicon]Neolamprologus[/lexicon] hecqui etwas breiter. Entscheidend und relativ einfach festzustellen, ist die Schuppenanzahl auf der Längslinie. 42-46 Schuppen wurden von [lexicon]POLL[/lexicon] und seinen Mitarbeitern an immerhin 36 Exemplaren bei [lexicon]Neolamprologus[/lexicon] meeli festgestellt. 45-57 Schuppen sind es bei [lexicon]Neolamprologus[/lexicon] hecqui.



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