Neolamprologus leleupi

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  • Name: Die Art wurde zu Ehren von N. LELEUP benannt. Der Biologe, der auch die Art entdeckte, war Mitglied am I.R.SAC. (Institut Scientific Afrique Centrale), welches seine Forschungsstation in Uvira hatte.

    Typusfundort: Der Typusfundort liegt an der Nordwestküste des Tanganjikasees, bei Luhanga in Kongo.

    [lexicon]Neolamprologus[/lexicon] leleupi ([lexicon]POLL[/lexicon], 1956)





    Name: Die Art wurde zu Ehren von N. LELEUP benannt. Der Biologe, der auch die Art entdeckte, war Mitglied am I.R.SAC. (Institut Scientific Afrique Centrale), welches seine Forschungsstation in [lexicon]Uvira[/lexicon] hatte.



    Typusfundort: Der Typusfundort liegt an der Nordwestküste des Tanganjikasees, bei [lexicon]Luhanga[/lexicon] in [lexicon]Kongo[/lexicon].



    Kennzeichen: Die Körpergestalt ist langge­streckt. Die unpaaren Flossen sowie die [lexicon]Ventralen[/lexicon] enden spitz. Die [lexicon]Caudale[/lexicon] ist rund. Körperfärbung neben der grauschwarzen Farbmorphe, gelborange, Kopf etwas dunk­ler. Flossen ebenfalls gelborange. Adulte [lexicon]Neolamprologus[/lexicon] leleupi zeigen oberhalb der Augen einen deutlichen Aufwärtsknick, so dass eine leichte .Stimbeule" vorhanden ist. Die Art ist hochrückiger als [lexicon]Neolamprologus[/lexicon] longior.



    Gesamtlänge: 10 Zentimeter, Weibchen etwas kleiner.



    Verbreitung: Das Verbreitungsgebiet be­schränkt sich nicht nur auf die äußerste nordwestliche Spitze des Sees, sondern die Art wurde auch bei M'toto - ebenfalls Kon­go - nachgewiesen.



    Lebensraum: Die Art kommt im Felslitoral vor. Die teils quaderförmigen bis steil aufragenden Felsen sind Lebensraum für die äußerst attraktive Art, die bereits ab fünf Meter Wassertiefe angetroffen werden kann, wobei erst unterhalb von 20 Metern eine größere Populationsdichte zu erwar­ten ist. In diesen Tiefen stehen die Tiere knapp über dem steinigen Substrat und verschwinden bei geringster Störung zwischen den Felsen.



    Ernährung: Die Art ernährt sich von klei­nen Krebstierchen. Sicherlich werden auch Insektenlarven sowie andere fleischliche Kost nicht verschmäht.



    Verhalten und Fortpflanzung: Starke innerartliche Aggression. In der Natur gewöhnlich paarweise oder einzeln anzutreffen. Die Art gehört zu den paarbildenden, monogamen Höhlenbrütern. In großen Aquarien konnte auch eine Neigung zur Polygamiefestgestellt werden, Abgelaicht wird auf einem Substrat, in der Regel ist dies ein Stein oder Fels. Im Aquarium kann dieses auch ein umgestülpter Blumentopf oder ein großes leeres Meeresschneckengehäuse sein. Das Weibchen legt einen Teil des Geleges an geschützter Stelle ab und das Männchen folgt in der Regelsofort um die Eierzu befruchten. Die Ablaichphasen werden mehrfach wiederholt. [lexicon]Neolamprologus[/lexicon] leleupi produziert mehr als einhundert Eier pro Gelege, die vom Weibchen betreut werden. Das Männchen übernimmt meist die Revierverteidigung, es kann aber, zumindest im Aquarium, auch mit einem anderen Weibchen erneut [lexicon]ablaichen[/lexicon]. Die Larven sprengen bei einer Wassertemperatur von 26 "C nach etwa 2,5 bis 3 Tagen die Eihüllen, nach weiteren 5 bis 6 Tagenschwimmen die Jungfische frei. Die Nathkommen, die einen engen Kontakt zur Höhle und dem felsigen Substrat halten, können bereits frischgeschlüpfte [lexicon]Artemia[/lexicon]-Nauplien fressen. Semiadulte Tiere werden nicht im elterlichen Revier geduldet; nach erneuter Fortpflanzung können die Jungen sogar weggebissen oder gefressen werden.



    Aquaristische Hinweise: Das Aquarium muss Versteckplätze in Form von Höhlen und Felsspaltenaufweisen. Als Bodengrund ist mittelgrober Flusssand zu wählen. Pflanzen werden nicht beschädigt. Bei paarweiser Pflege sollte das Aquarium wenigstens eine Grundfläche von einem halben Quadratmeter besitzen. Die Art kann gut mit anderen [lexicon]Tanganjikasee[/lexicon]-Cichliden vergesellschaftet werden. Diese sollten ebenfalls Kleinbrockenfresser sein. Reine [lexicon]Aufwuchsfresser[/lexicon] eignen sich weniger als Beckenmitinsassen. Ideal sind z. B. [lexicon]Cyphotilapia frontosa[/lexicon] oder Cichliden aus der Gattung Xenotilapia, [lexicon]Cyprichromis[/lexicon] und [lexicon]Paracyprichromis[/lexicon].



    Geografische Variation: Nicht bekannt.



    Anmerkungen: Mit N. leleupi melas ist eine Unterart eingezogen worden, die am selben Fundort einen Polychromatismus zeigt. Diese Tiere sind dunkelgrau gefärbt, entsprechen sonst der bekannteren gelben Art.



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