Neolamprologus tetracanthus

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  • Name: Die Art besitzt nur vier Hartstrahlen in der Anale, daher der Artname. Inner­halb der Gattung Neolamprologus besit­zen die meisten anderen Arten 5 oder mehr Analhartstrahlen.

    Typusfundort: Der Typusfundort liegt bei Kalemie, dem früheren Albertville. Bei die­ser kleinen Ortschaft, die zu Kongo gehört, liegt der einzige Fluss, der den Tanganjikasee entwässert. Der Lukuga fließt in den Lualaba und wird später zum Kongo.

    [lexicon]Neolamprologus[/lexicon] tetracanthus ([lexicon]BOULENGER[/lexicon],1899)





    Name: Die Art besitzt nur vier [lexicon]Hartstrahlen[/lexicon] in der [lexicon]Anale[/lexicon], daher der Artname. Inner­halb der Gattung [lexicon]Neolamprologus[/lexicon] besit­zen die meisten anderen Arten 5 oder mehr Analhartstrahlen.



    Typusfundort: Der Typusfundort liegt bei [lexicon]Kalemie[/lexicon], dem früheren Albertville. Bei die­ser kleinen Ortschaft, die zu [lexicon]Kongo[/lexicon] gehört, liegt der einzige Fluss, der den [lexicon]Tanganjikasee[/lexicon] entwässert. Der [lexicon]Lukuga[/lexicon] fließt in den Lualaba und wird später zum [lexicon]Kongo[/lexicon].



    Kennzeichen: Körperbau, relativ gestreckt, mäßig hochrückig, seitlich abgeflacht. Kräf­tiger Kopf, endständiges Maul. [lexicon]Dorsale[/lexicon], [lexicon]Anale[/lexicon] und [lexicon]Ventralen[/lexicon] enden spitz, letztere leicht verlängert, [lexicon]Caudale[/lexicon] rund. Körpergrundton braungrau (nördliche Rasse) bis hellgrau, leicht gelblich (südliche Rasse). Arttypisch sind die silbrigweißen bis silbrigblauen , perl­schnurartig verlaufenden, horizontalen Punktmuster auf den Körperseiten.



    Gesamtlänge: Bis 20 Zentimeter, Weib­chen kleiner.



    Lebensraum: Die Art kommt in den Über­ gangszonen vom Geröll- oder Felslitoral zum Sandlitoral vor. Unter Wasser gibt es in diesen Gebieten vereinzelt Felsen oder Steine, teilweise auch kleine Pflanzenzonen die den Tieren als Unterschlupf dienen. Die auffällig gepunktete Art wird bereits ab 0,5 Meter Wassertiefe angetroffen.



    Ernährung: Die Art ernährt sich in der Hauptsache von kleinen Mollusken. Si­cherlich werden aber auch Insektenlarven und Krebstierchen gefressen, wenn diese in ausreichender Anzahl vorhanden sind.



    Verhalten und Fortpflanzung: Das Weib­chen legt einen Teil des Geleges an ge­schützter Stelle ab und das Männchen folgt in der Regel sofort um die Eier zu befruch­ten. Die Ablaichphasen werden mehrfach wiederholt. [lexicon]Neolamprologus[/lexicon] tetracanthus produziert mehr als einhundert Eier pro Gelege, die vom Weibchen betreut wer­den. Das Männchen übernimmt meist die Revierverteidigung, welche schnell auf eine Fläche von 0,5 Quadratmeter ausge­ dehnt werden kann. Andere Aquarien­ bewohner können sich dann kaum gegen [lexicon]Neolamprologus[/lexicon] tetracanthus durchsetzen. Die Larven sprengen bei 26°C Wassertem­peratur nach etwa 2,5-3 Tagen die Ei­hüllen, nach weiteren 5-6 Tagen schwim­men die Jungfische frei. Die Nachkommen, die einen engen Kontakt zur Höhle und dem felsigen Substrat halten, können be­reits frischgeschlüpfte [lexicon]Artemia[/lexicon]-Nauplien fressen. Semiadulte Tiere werden nicht im elterlichen Revier geduldet; nach erneu­ter Fortpflanzung können die Jungen so­ gar weggebissen oder gefressen werden.



    Aquaristische Hinweise: Das Aquarium muss Versteckplätze in Form von Höhlen und Felsspaltenaufweisen. Als Bodengrund ist mittelgrober Flusssandzu wählen. Pflanzen werden nicht beschädigt. Bei paarweiser Pflege sollte das Aquarium wenigstens eine Grundfläche von einem halben Quadratmeter besitzen. Die Art kann gut mit anderen [lexicon]Tanganjikasee[/lexicon]-Cichliden vergesellschaftet werden. Diese sollten ebenfalls Kleinbrockenfresser sein. Reine [lexicon]Aufwuchsfresser[/lexicon] eignen sich weniger als Beckenmitinsassen. Ideal sind z. B. [lexicon]Cyphotilapia frontosa[/lexicon] oder Cichliden aus der Gattung Xenotilapia, [lexicon]Cyprichromis[/lexicon] und [lexicon]Paracyprichromis[/lexicon].



    Geografische Variation: Durch das gro­ße, getrennte Verbreitungsgebiet konnten sich verschieden Farbrassen ausbilden. Die südliche Variante ist etwas gelblicher gefärbt. Während Tiere aus der nördlichen Seeregion einen graubraunen Körper­ grundton besitzen. Auch sind die Dorsal­ säume etwas anders gefärbt.



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