Telmatochromis brichardi

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  • Name: Der Artname wurde zu Ehren von PIERRE BRICHARD gewählt.

    Typusfundort: Der Typusfundort liegt bei Bujumbura, Burundi, im Nordteil des Tanganjikasees.

    [lexicon]Telmatochromis[/lexicon] brichardi LOUISY, 1989



    Name: Der Artname wurde zu Ehren von PIERRE BRICHARD gewählt.



    Typusfundort: Der Typusfundort liegt bei [lexicon]Bujumbura[/lexicon], [lexicon]Burundi[/lexicon], im Nordteil des Tanganjikasees.



    Kennzeichen: Gestalt lang gestreckt, seitlich abgeflacht. Kopf nicht ganz so stumpf wie bei T. bifrenatus. Endständiges, kleines Maul. Auge rund. Körperfärbung beige, mit zwei horizontal verlaufenden, schmalen dunkelbraunen Linien. Erster Streifen beginnt auf der Stirn, erstreckt sich zur Basisder [lexicon]Dorsale[/lexicon] und endet hinten mit dem Dorsalende. Zweite Zeichnung [lexicon]Telmatochromis[/lexicon] springt der Oberlippe, verläuft durch und unterhalb des Auges und zieht entlang der Körpermitte um auf dem Schwanzstiel mit einem Fleck zu enden. Auch diese Linie ist wie bei T. bifrenatus mit dunklen Strichen gekreuzt. Zwischen den Augen kann ein braunes Band liegen. Flossen beige, mit einer Tendenz nach gelb. [lexicon]Dorsale[/lexicon] und [lexicon]Anale[/lexicon] marginal schwarz, submarginal hellblau gesäumt. [lexicon]Caudale[/lexicon] nur oben und unten mit diesem Saum. [lexicon]Ventralen[/lexicon] mit hellblauen Strahlen.



    Gesamtlänge: Die Art wird in der Natur kaum größer als 5,5 Zentimeter.



    Verbreitung: [lexicon]Telmatochromis[/lexicon] brichardi wird bis auf in [lexicon]Sambia[/lexicon], auch in [lexicon]Kongo[/lexicon] und in [lexicon]Tansania[/lexicon] angetroffen.



    Lebensraum: Die Art kommt in Biotopen mit steinigem Bodengrund, ab einem Meter Wassertiefe, vor. Diese Küstenzonen bieten der versteckbrütenden, kleinen Art, genügend Deckung, Fluchtmöglichkeiten und Nahrungsgründe.



    Ernährung: Dieser schlanke Cichlide hat sich darauf spezialisiert, anderen Höhlenund Offenbrüter-Arten den Laich zu rauben ([lexicon]KONINGS[/lexicon], 1992). Zusätzlich werden vermutlich auch Kleinlebewesen aus dem Algenaufwuchs sondiert und gefressen.



    Verhalten und Fortpflanzung: Die Art zeigt, wie alle [lexicon]Telmatochromis[/lexicon], eine starke innerartliche Aggression. In der Natur gewöhnlich paarweise, einzeln oder in kleinen Gruppen anzutreffen. Die Art gehört zu den paarbildenden, monogamen Höhlenbrütern. Abgelaicht wird auf einem Substrat. In der Regel ist dies ein Stein oder Fels. Im Aquarium kann dieses auch ein umgestülpter Blumentopf oder ein großes leeres Meeresschneckengehäuse sein. Das Weibchen legt einen Teil des Gelegesan geschützter Stelle ab und das Männchen folgt sofort um die Eierzu befruchten. Die Ablaichphasen werden mehrfach wiederholt. [lexicon]Telmatochromis[/lexicon] bifrenatus produziert mehr als fünfzig Eier pro Gelege, die vom Weibchen betreut werden. Das Männchen übernimmt die Revierverteidigung. Die Larven sprengen bei einer Wassertemperatur von 26°C nach etwa 2,5-3 Tagendie Eihüllen, nach weiteren 5-6 Tagenschwimmen die jungfische frei. Die Nachkommen, die einen engen Kontakt zur Höhle und dem felsigen Substrat halten, können bereits frischgeschlüpfte [lexicon]Artemia[/lexicon]-Nauplien fressen.



    Aquaristische Hinweise: Das Aquarium sollte Versteckplätze in Form von Höhlen und Felsspalten aufweisen. Als Bodengrund ist mittelgrober Flusssand zu wählen. Pflanzenwerden in der Regel nicht beschädigt und können von unterdrückten Tieren als Deckung genutzt werden. Bei paarweiser Pflegesollte das Aquarium wenigstens eine Grundfläche von 0,3 Quadratmetern besitzen. Die Art kann mit fast allen kleinen bis mittelgroßen [lexicon]Tanganjikasee[/lexicon]-Cichliden vergesellschaftet werden. Sie sind sogar robust genug, um mit den flinken Aufwuchsfresserndes Sees in einem Becken konkurrieren zu können. Zudem sind sie anpassungsfähigwas die Nahrung anbelangt. Ballastreiches Futter kann auch einem [lexicon]Telmatochromis[/lexicon] nicht schaden. Eine Vergesellschaftung mit anderen [lexicon]Lamprologini[/lexicon] ist ebenfalls möglich.



    Geografische Variation: Nicht bekannt.



    Anmerkungen: Für [lexicon]Telmatochromis[/lexicon] brichardi gilt: Seit vielen Jahren aquaristisch bekannt als Farbrasse von [lexicon]Telmatochromis[/lexicon] bifrenatus und erst spät als wissenschaftlich neue Art beschrieben. Geringe morphometrische Unterschiede gaben den Anlaß zur Aufstellung dieser Art



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